Brandiswaalweg

Details

Ort: Oberlana-Niederlana
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich: ja
Länge: 3,5 km (1 Strecke)
Höhenunterschied: 0m
Gehzeit: ca. 50 Minuten (1 Strecke)
Einkehrmöglichkeiten Cafè Inge, Restaurant Waalrast
Sitzgelegenheiten einige
Rundwanderweg nein
Kinderwagen gerecht ja
Nordic Walking/Joggen ja
Weitere Wege in der Nähe Skulpturenwanderweg, Rundwanderweg am Ende des Waalweges
Waal sichtbar nein
Begehbar zu allen Jahreszeiten

Wegbeschreibung

Den wunderschönen, im Jahre 1835/36 unter der Leitung von Graf Brandis errichteten Brandiswaalweg in Lana erreichen Sie über die Kreuzung der Straßen Gampenstraße und am Grieß im Ortskern von Lana. Dort bietet ein Parkplatz mit einem Tarif von 1 Euro/h eine Parkmöglichkeit. Auch erreichen Sie den Waalweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Busverbindung Meran – Lana) gut und einfach. Vom Parkplatz/der Bushaltestelle aus, auf dem Gehweg der Straße entlang, biegen Sie nach 500m links auf den Waalweg ab. Die Abzweigung ist gut beschildert und daher leicht zu finden.
Der Weg führt durch Laubwald und Obstwiesen und bietet einen wunderbaren Ausblick auf den Tschögglberg, sowie auf Lana und das entlang laufende Meraner Talbecken. Nach 10 Minuten gelangen Sie zur Skulptur Pichl-Stern, ein großer Stein, dessen Spitze die Form eines Sternes aufzeigt. Diese gehört zum Skulpturenwanderweg, welcher am Brandiswaalweg vorbei führt, wobei auch ein Teil des Waalweges selbst zum „Kunstweg“ gehört. Sechs der Skulpturen, welche sowohl von einheimischen als auch von internationalen Künstlern entworfen wurden, sind auf dem Waalweg zu entdecken, eine weitere auf dem Weg dorthin – alleine deshalb lohnt sich ein Spaziergang entlang des Brandiswaalweges. Eine Besonderheit und ein Unterschied zu den restlichen Waalwegen im Vinschgau und dem Burggrafenamt ist der nicht sichtbare Waal. Der Ursprung des Waales liegt in der Gaulschlucht. Von dort aus wird das Wasser mit etwa 30 Liter pro Sekunde von der Falschauer eingeleitet. Im Jahre 1958 wurde der Waal verrohrt, dadurch ist der Wasserlauf am Brandiswaalweg nicht sichtbar. Es entstand ein breiter Spazierweg, welcher einer Promenade ähnelt. Deshalb hat der Waalweg etwas an Charme und Romantik verloren, allerdings ist er Rollstuhl gerecht und sehr gut für Spaziergänge mit Kinderwagen geeignet. Der Waalweg bietet zudem eine gute Möglichkeit zum Joggen und Nordic Walking, da auf dem 3,5 km langen Weg lediglich gegen Ende ein keiner Höhenunterschied zu überwinden gilt. Während der gesamten Wanderung entlang des Weges ist ein prächtiger Blick auf das weite Etschtal möglich. Sie spazieren durch Obstwiesen und lange Kastanienhaine, dessen sommergrüne, bis zu 500 Jahre alten Bäume vor allem wegen der essbaren Früchte angepflanzt werden. Zudem stellen die Kastanienbäume einen Lebensraum für viele Vögel und andere Tierarten dar und bieten Erosionsschutz. Der Kastanienbaum ist einer der Charakterbäume der Südtiroler bäuerlichen Kulturlandschaft.

Der Waalweg ist zu allen Jahreszeiten begehbar. Im Frühjahr können Sie durch die Obstwiesen spazierend die Apfelblüte bewundern, im Sommer bietet der Laubwald eine angenehmen Schutz vor der Hitze, im Herbst lässt sich die Apfelernte mitverfolgen und im Winter können Sie die Atmosphäre einer verschneiten Traumlandschaft des Dorfes Lana geniesen.

Bei genauerem Hinsehen entdecken Sie entlang des Weges sogenannte Trockenmauern. Dies sind bedeutende Bauelemente aus einer traditionellen Bautechnik. Hierbei werden Natursteine der Umgebung verwendet, aus denen ohne Zement und Mörtel eine Mauer erbaut wird. Sie dienen der Befestigung von Böschungen und stellen den idealen Lebensraum für einige Reptilien, Kleintiere und Insekten dar. Zudem finden sich dort auch an die spezielle Trockenvegetation angepasste Pflanzen wie die Hauswurz und der Mauerpfeffer.

Auf dem Weg können Sie neben den Trockenmauern und Skulpturen des Kunstweges noch einiges Sehenswertes entdecken. Entlang des Spazierweges kommen Sie am Kloster Landegg vorbei, können auf die St. Margareth Kirche und die Pfarrkirche von Lana blicken und sogar einen kurzen Ausflug ins Südtiroler Obstbaumuseum machen, welches vom Waalweg aus in 5 Minuten zu erreichen ist. Alleine wegen dieser zahlreichen Möglichkeiten und den atemberaubenden Ausblicken sollte der Brandiswaalweg als Ausflugsziel gewählt werden.

Einkehrmöglichkeiten bieten das Café Inge und das Restaurant Waalrast. Das Café ist nach etwa der Hälfte des Weges in 5 Minuten vom Waalweg aus erreichbar. Zum Ende des Weges hin liegt das Restaurant Waalrast, direkt am Weg. Von dort aus erreichen Sie in 10 Minuten das Ziel des Waalweges: den Wasserfall des Brandisbachs. Dort sind, wie auf dem gesamten Waalweg, einige Sitzgelegenheiten zu finden, auf denen Sie sich ausruhen, entspannen und dem angenehmen plätschern des Wasserfalls lauschen können. Der Wasserfall in Niederlana stellt das Ende des Brandiswaalweges dar. Von Niederlana aus geht es über den Waalweg wieder zurück nach Oberlana.

Weiterführende Wege: Vom Brandiswaalweg ausgehend (kleine Holzbrücke vor dem Wasserfall), zweigt rechts ein kurzer Rundwanderweg ab. Der Weg führt bergauf in Richtung Völlan mit ca. 200 Höhenmeter die es zu überwinden gilt, bis Sie zum Wetterkreuz unterhalb der Gampenstraße kommen. Dort ist ein toller Aussichtspunkt über das gesamte Etschtal garantiert. Zurück führt der Weg Nr. 1 (Niederlana-Völlan). Die Gehzeit des Rundwanderweges beträgt in etwa eine halbe Stunde, wobei Sie anschließend nur noch die Hälfte des Waalweges zurücklegen müssen, da Sie auf der Höhe des Südtiroler Obstbaumuseums auf den Brandiswaalweg zurückkommen.

Was Sie in Lana noch sehen sollten

Südtiroler Obstbaumuseum: 10% der Apfelproduktion in der EU stammt aus Südtirol. Im mittelalterlichen Ansitz Larchgut können Sie auf 2000 m 2 Ausstellungsfläche die Welt des Apfels entdecken. Dort wird die Entwicklung des Obstbaus vom Mittelalter bis in die Gegenwart in zahlreichen Exponaten und Schautafeln aufgezeigt. (direkt vom Waalweg aus erreichbar)

Pfarrkirche mit Schnatterpeck-Altar: Die Pfarrkirche von Lana ist eine spätgotische Kirche mit dem größten gotischen Flügelaltar der Alpen. Dieser wurde von Hans Schnatterpeck zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Kastanienholz errichtet. Die Kirche wurde innerhalb von 22 Jahren fertig gestellt und eingeweiht. Der freistehende Turm der Kirche beherbergt vier Glocken aus dem 16. Jahrhundert. Das Erklingen der Glocken stellt so das älteste „Geläut“ des Landes dar. Führungen werden angeboten.

St. Margarethen-Kirche: Die romanische Drei-Apsidenkirche mit reicher Freskenbemalung aus dem 13. Jahrhundert wurde der heiligen Margareth geweiht. Die St. Margareth-Figur in der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, der frühbarocke Altar der Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche restauriert. Führungen werden angeboten.

Labyrinthgarten Kränzel: Beim Labyrinthgarten Kränzel handelt es sich um ein Kunstprojekt mit Skulpturenpark und Bodenlabyrinth als Irrgarten, der sowohl für Klein als auch für Groß aufregend und spannend ist. In den Sommermonaten ist der Garten auch am Abend geöffnet.

Gaulpromenade: Die Spazierwege rechts und links entlang der Falschauer, die in die Gaulschlucht führen, wurden bereits 1888 angelegt und gelten als Naturdenkmal. Auf Anfrage werden Führungen angeboten.

Südtiroler Skulpturenwanderweg: Über 70 Skulpturen einheimischer und internationaler Künstler sind in dem Kunstweg miteingebaut, einige davon finden sie auf dem Brandiswaalweg. Der Skulpturenwanderweg reicht von der Gaulschlucht bis zum Falschauer Biotop. Führungen sind möglich.

Falschauer Biotop: Ein Biotop im Mündungsdelta der Falschauer in die Etsch, in welchem Sie eine Reihe verschiedener Vogelarten und –gesänge finden, ein Paradies für Vogelkundler.

Karte mit GPS Daten: Brandiswaalweg

Eindrücke

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Algunder Waalweg